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Buch Heiko Schramm Pete Dexter Rezensionen Train

Fight or Flight

„Es ist die Beschreibung der Interaktion von Kaputten, von Menschen, die den Tiefpunkt erreicht haben, die eine Millisekunde erstarren vor dem unglaublichen shit der Dir passieren kann, in einem Drecks-50er-Jahre-Amerika, das man Stephen King, siehe letzte Studio B Sendung, um die Ohren hauen möchte, bis sie ab sind…“

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Rezensionen

Who the fuck is Pete Dexter?

..Pete Dexter schreibt nicht reisserisch oder abgeklärt.

Trotz unglaublicher Aufgeräumtheit und fast schon hoffnungslos machender Effizienz in jedem Satz, ist da keine Spur von Kalkuliertheit.

Seine Sprache ist so kristallin, und der Hörer verzeih mir CAPOTE die dritte…., wie der alte Frosch aus New York es erst ganz zum Schluss, als es um nichts mehr ging, mit dem Erzählband “Music for Chameleons” hinbekommen hat.“

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Buch Paris Trout Pete Dexter Rezensionen

Sie schulden mir Geld, also darf ich sie erschießen.

..Zeitlich ist „Paris Trout“ kurz nach dem Ende des Koreakrieges angesiedelt. Indem dies aber nur angedeutet wird, erreicht Pete Dexters Erzählung eine seltsam aus der Zeit gefallene Wirkung und erscheint als Parabel für andere Zeiten, andere Orte…“

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Diskussion

Let’s talk about…Pete Dexter

Irmgard Lumpini, Heiko Schramm und Herr Falschgold erklären sich, warum man manchmal deprimierende Werke genießen kann, wie man in den 1950ern joggte und warum Pete Dexter an die Liebe glaubt.

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Aufmacher Komplette Sendung

Jahrtausendalte Augen

Es gibt Autoren, die muß man gelesen haben. Und es gibt Bücher, bei denen muß man als Rezensent verdammt aufpassen, um dem Leser die Lektüre nicht zu verschrecken. Wenn beides zusammen kommt, hat man eine spannende Sendung Studio B beisammen. Initiierend verantwortlich zeichnet Heiko Schramm, der die Romane von Pete Dexter auf den Tisch legte und nicht ging, bevor wir anfingen sie zu lesen.

Irmgard Lumpini las und bespricht „Paris Trout“, das Buch für den Dexter den National Books Award erhielt, Herr Falschgold rezensiert „Train“, Heiko Schramm führt den Autor ein und alle zusammen diskutieren, was uns so begeistert hat.

Ach, und die kleine Änderung im Untertitel von Studio B ist schon aufgefallen? You are welcome, Heiko! Very welcome!

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Aufmacher Komplette Sendung Rezensionen

Kennedy

Der 22. November 1963 war für die Generation der Babyboomers, was uns 9/11 ist. JFK, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten wird in Dallas, TX erschossen – ein immenser Riss im persönlichen Raum-Zeitkontinuum. Jeder, der damals schon bewusst denken konnte, weiss, wo er zur Mittagszeit an jenem Tag war.

Zu denen, die dieses Trauma jahrelang  zumindest nicht künstlerisch verarbeiten konnten, gehört Stephen King. Ja, der Stephen King. Im Jahr 2011 vollendete er ein Werk, dass er schon vor 20 Jahren schreiben wollte und das sich mit dem Mord an John F. Kennendy auf eine Art und Weise auseinandersetzt, wie es unerwarteter kaum sein kann – in der Form eines phantastischen Romans, mit Zeitreisen, Paradoxen und allem was zu einem Stephen King Roman dazugehört.

Das dabei trotzdem Weltliteratur herauskommt, beschreiben Irmgard Lumpini und Heiko Schramm in ihren ganz unterschiedlichen Rezensionen – und erklären das gerne auch nochmal Herrn Falschgold in einer Diskussionsrunde mit der passenden musikalischen Umrahmung.

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Rezensionen

America, Amerika

Irmgard Lumpini, Heiko Schramm und Herr Falschgold diskutieren mit dem Aufhänger „Der Anschlag“/“22/11/63“ Das Amerika der 50er und 60er,  Amerika heute und in Zukunft und geben dringlichst passende Buchempfehlung ab.

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22/11/63 Buch Komplette Sendung Rezensionen Stephen King

Eine Wundertüte

…Auch wenn 11/22/1963 phantastische Elemente enthält, ist es ein Roman, der sich mit realen Ereignissen, Personen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt.
Für die Recherchen zum Buch traft sich Stephen King unter anderem mit Doris Kearne Goodwin, die als Assistentin von Lyndon B. Johnson gearbeitet hatte. Von ihr stammen einige der furchteinflößendsten Dystopien, die ohne die Ermordung von John F. Kennedy hätten eintreten können. Gleichzeitig ermöglichten die genauen Recherchen nach den Lebensbedingungen und -umständen Stephen King ein äußerst genaues Bild der Vergangenheit, in dem durch unzählige Details vergangene Jahre plastisch werden. Stephen King ist dabei weit entfernt von Nostalgie. Auch wenn sich für die weiße Mittelschicht die Lebensbedingungen kontinuierlich verbesserten – der allgegenwärtige Rassismus, Bigotterie, Kleingeist und Gewalt gegen Frauen werden ebenso gezeigt. Wonach Stephen King sucht ist die Antwort auf die Frage, wie weit jede und jeder Verantwortung für den Verlauf der Geschichte trägt, und in welchem Maße persönliches Glück vor dem Ringen um eine gerechte Gesellschaft für alle stehen kann oder überhaupt darf…

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Buch Der Anschlag Rezensionen Stephen King

Die begehbare Vergangenheit

…Und schliesslich,  der unsägliche “Warren” Report als DAS Fallbeispiel für einen Haufen Mumpitz der über Jahrzehnte die Gerüchteküche anheizte.
Und zwar WEIL die Regierung die Wahrheit über Kennedys tatsächliche Machenschaften wusste, die wirklichen Beweise und Unterlagen, das er als Opfer der üblichen Verdächtigen gar nicht wirklich in Frage kam aber auf keinen Fall veröffentlichen wollte.
Kennedys Heiligenschein liberaler Fortschrittlichkeit sollte über Jahre die Kräfte der Konservativen bündeln…

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Buch Irmgard Lumpini Marc Drobot Rezensionen Sumpfland

Mord?

..Obwohl der Pessimissmus eines Thomas Bernhard anklingt, wird dieser nicht in Wiederholungen still gestellt. Vielmehr versuchen beide Hauptfiguren, Mangold und Sebastian, diesem zum Trotz zu handeln, um der Hoffnungslosigkeit zu entfliehen. Rache und die Frage nach Verantwortung des Einzelnen sind Motive, die einen Weg aus dem phlegmatischen Pessimisus aufzeigen..

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Buch Otherland Rezensionen Tad Williams

Die Realität ist virtuell

..Den einzelnen Kapiteln sind jeweils kaleidoskopartige Nachrichten vorangestellt, die über fiktive kulturelle, politische oder gesellschaftliche Ereignisse berichten. Diese Vorworte stehen mit der Handlung von “Otherland” nicht im direkten Zusammenhang, zeigen aber schlaglichartig verschiedene Facetten der Kultur, wie sie sich Tad Williams für die Mitte des 21. Jahrhunderts vorstellt. Oft erscheinen diese Nachrichten absurd, manchmal jedoch erschreckend real..

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Adele Buch Otherland Rezensionen Tad Williams Vorleser

Film im Kopf

..Die dritte Tugend von Otherland ist die erstaunlich stringente, nie wirklich ausufernde Handlung. Diese erzeugt zwar eine gewisse Ausrechenbarkeit, man hat recht frueh eine Ahnung worauf das alles hinausläuft, aber dafuer ist man dankbar, denn so kann man sich geniesend auf den Film im Kopf konzentrieren, kann mit den Protagonisten fiebern, und die Bösewichter verfluchen..

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Komplette Sendung

Landvermessung

„Land“ führen beide heute besprochenen Bücher im Titel, sie könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein.

„Sumpfland“ von Marc Drobot, vorgestellt von unserem Gastrezensenten Michael G. Müller, spielt im braunen Dresden der Vergangenheit und der Gegenwart: „Neonazis schlagen den 15jährigen Sebastian auf seiner ersten selbstorganisierten Ferienreise brutal zusammen. Die Wunden die nicht verheilen, sind jene die den gewachsenen Charakter sensibel, für Geschehnisse und Missstände, machen. Über die Familiengeschichte hinaus, scheinen sie ihn zur Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu zwingen.“

Die Länder, Mehrzahl, in Tad Williams „Otherland“ sind fiktiv in Raum und Zeit, deutlich handfester hingegen ist das Werk selbst, 4 Bände mit je 1000 Seiten begeisterten vor drei Jahren schon Herrn Falschgold, heute betrachtet Irmgard Lumpini das Science Fiction Epos aus der ihrer eigenen Perspektive, wir senden beide Rezension zum geneigten Vergleich.

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Aufmacher Komplette Sendung

Der Weihnachtsschramm

Wie jedes Jahr, wenn wir uns auf’s Weihnachtsfest zuschleppen, versuchen wir den Schmerz zu lindern und unseren Hörern wenigstens ein Problem zu nehmen: das Buch unter’m Baum.

Dieses Jahr schaffen wir Abwechslung, in dem wir unseren Freund, Musiker und geschätzten Vorleser Heiko Schramm baten, seine Empfehlungen in die Falschgoldsche Küche zu tragen, jeweils ein paar Seiten vorzulesen und uns und Euch davon zu überzeugen, diese Bücher unter’n Baum zu legen. Diese sind:

Der – natürlich völlig absurde – Gedanke, dass wir eventuell am Ende der Sendung noch etwas Zeit hätten, brachte auch Herrn Falschgold dazu, noch ein paar Empfehlungen zusammen zu tragen, die hier nur schwarz auf weiss erwähnt seien:
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Aufmacher Komplette Sendung

Liesmich!

Die Überschrift der heutigen Sendung ist nicht nur der bei den meisten von uns  rezensierten Werken berechtigter Aufschrei ebendieser, sondern, in seiner englischen Form, der readme.txt, Beginn einer wilden Jagd um die Welt im heute von Herrn Falschgold rezensierten Werk REAMDE. Ja, [sic], wenn wir auf solcherlei armseeligen Intellektualitätsbeweis stehen würden, richtig falsch geschrieben, zeigt Neal Stephenson diesmal vor allem im Titel an, dass er ein grosser Sprachverdreher ist und liefert im Buch stattdessen gewaltige Actionkost ab.

Irmgard Lumpini folgt Jon Ronson in die Welt des Wahnsinns und muss dafür nicht weit – wie jeder zurechnungsfähige Zeitgenosse weiß: dies ist unsere Welt. Soweit sowieso bekannt – dabei bedient sich Jon Ronson jedoch unterschiedlichster Quellen, und er tut dies äußerst unvoreingenommen. So scheut er sich nicht, mit Mitgliedern von Scientology Kontakt aufzunehmen, auch wenn er als rationaler Vernunftsmensch – für den er sich meist hält – dieser relegiöse Organisation und ihren Lehren zutiefst misstrauisch gegenübersteht. Diese Offenheit ermöglicht ihm Kontakte und Einsichten, die hierzulande eher selten zu finden sind, wo zwar mit objektivem Gestus, aber aus einem starren Werte- und Vorurteilssystem heraus Ereignisse und Personen eingeordnet werden und ein Großteil von Jon Ronsons Quellen von vornherein abgelehnt würde.

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Buch Jon Ronson Rezensionen The Psychopath Test - A Journey Through the Madness Industry

Wahnsinn!

„Es gibt keinen Beweis dafür, dass wir auf diesem Planeten sind, um besonders glücklich oder besonders normal zu sein. Und es spricht viel dafür, dass unser Unglück und unsere Abweichungen, unsere Ängste und Zwänge, also die am wenigsten geschätzten Teile unserer Persönlichkeit uns dazu bringen, eher interessante Dinge zu tun.“