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Kokain Pitigrilli Rezensionen

Der flüchtige Augenblick

„..Aber Maddalena ist auch die Verkörperung der Droge selbst. So wie Tito die Finger vom Kokain, kann er sie auch von seiner Liebe Maud nicht lassen. Er ist süchtig nach ihr und wünscht sich so sehr ein gemeinsames Leben, dass er allerlei Kompromisse eingeht und seine Versuche doch zum Scheitern verurteilt sind…“

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Komplette Sendung Rezensionen

Countdown

Paul Auster – 4321 – FG
Paul Auster – 4321 – Irmgard Lumpini
Let’s Talk about Paul Auster
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4 3 2 1 Paul Auster Rezensionen

Familiengeschichten

Wir sind auf Seite 47, wir haben noch tausend vor uns, und habe schon Gefühlte 47 Personen kennengelernt, ihre Namen, ihr Verhältnis zueinander, es scheint wichtig zu sein.
Doch das ist nur eine Übung.

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4 3 2 1 Paul Auster Rezensionen

check, check, check.

..Ich hoffe, dass mein eher harsches Urteil keine potentiellen Leserinnen abschreckt. Nur weil ich es voller Klischees und Banalitäten fand, ist es sicher für andere, und unter diesen vermute ich die Mitglieder unseres kleinen Kollektivs von Studio B, ein Genuss.

Paul Auster hakt methodisch kleine und große Checkboxen ab, die Bestandteil eines gewollt großen amerikanischen Romans sein müssen..“

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4 3 2 1 Paul Auster Rezensionen

Was wäre wenn?

..scheint das Leitmotiv des von Paul Auster jüngst veröffentlichtem Roman 4321 zu sein, welcher in Deutschland im Februar 2017 im Rowohlt Verlag erschien.
Eine Frage die sich wohl jeder Mensch im Laufe seines Lebens schon ein- oder mehrmals gestellt hat, nicht zuletzt ein alternder Schriftsteller, und auf die es keine Antwort gibt. Doch der bereits 70jährige Paul Auster entwirft in seinem über tausend Seiten umfassenden neuen Werk die Welt eines Protagonisten, der in verschiedenen Varianten und Variationen das „was wäre wenn“ ausleben und erleben darf.

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Diskussion

Let’s Talk about.. Paul Auster

Ein Buch – drei Meinungen. Oder sagen wir 2,5. Zwischen Lobpreisung und Verriss steht es nach 90 Minuten 2:1, doch es gibt Nachspielzeit – wegen einiger verbaler Aktionen, die Anne Findeisen und Herr Falschgold so nicht durchgehen lassen. Doch Irmgard Lumpini wehrt sich..

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Diskussion

Let’s talk about.. Klassiker

Dass wir im Studio B alle blutjung sind, merkt man an der Zeitspanne der besprochenen Klassiker und somit kommen wir in der Diskussion fast einstimmig zur gebildeten Meinung: Klassiker müssen aussortiert werden. Nicht alle natürlich.

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Aufmacher Komplette Sendung Rezensionen

Klassiker

Da es bei soundcloud gerade klemmt, hier die ganze Sendung als Link (statt direkt im Player, wie üblich)

Schon kurz nach der Erfindung des modernen Buchdruckes überstieg der Output an Geschriebenem deutlch den potentiellen Input durch Lesen während einer Lebenszeit – und die Erfindung von Twitter ca. 550 Jahre später verringerte die verfügbare Bandbreite für das, was man „Klassiker“  nennt, noch einmal ganz leicht.
Und so scheint es kein Zufall zu sein, daß sich in den Schulen der Republik der Kanon, den der Schüler stöhnend für die Klassenarbeit überfliegt, ständig wandelt.
Das Studio B Kollektiv begrüßt das belegbar, wurde doch die Aufgabenstellung „Rezensiere einen Klassiker!“ selbst von unserer literaturstudierten Anne Findeisen nicht durch Goethe oder Schiller sondern durch Ernest Hemingway, genauer „Der Garten Eden“ beantwortet.
Herr Falschgold wiederum hat das Alter, den Klassiker aus seiner Kindheit zu erinnern, hier: der alljährliche Lem, wie er in seinem Lieblingsbuchladen auftauchte und zu Disziplinlosigkeit in der Schule führte. Ja, wir sind auch entsetzt.
Irmgard Lumpini liest einen wirklich modernen Klassiker nach fünfzehn Jahren nochmals und ist erstaunt, wie sehr die Realität doch das eigentlich in weiter Zukunft angesiedelte Epos „The Diamond Age“ von Neal Stephenson eingeholt hat.
In der anschließenden Diskussion sind wir uns alle einig: auch Klassiker dürfen sterben.

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Der Garten Eden Ernest Hemingway Rezensionen

Die Schlange im Paradies

Überträgt man die biblische Geschichte – und dies liegt nun einmal nahe – auf das Buch, ist die Verkörperung der Schlange im Roman Marita. Der Leser erfährt jedoch fast nichts über sie und Hemingways Beschreibungen lassen sie weniger wie die große Verführerin, als vielmehr zurückhaltend und devot erscheinen. Was in ihr vorgeht, die Motivationen ihres Handelns oder auch ihre eigene Geschichte und Vergangenheit bleiben im Dunkeln und können nur erahnt werden.

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das Œuvre Rezensionen Stanislaw Lem

Es ging zu machen


In den Spätwerken, hier: „Fiasko“ (geschrieben 1986) ist die Sprache konziser, aber der Übersetzer kann nicht viel älter gewesen sein als ich damals. Dialog:

„Die­se Lan­dung hast du ja noch mal sau­ber hin­ge­kriegt.“
„Es ging zu ma­chen“, warf der Pi­lot hin.

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Neal Stephenson Rezensionen The Diamond Age

Fibel

Was kann man Menschen zutrauen, welche Haltung besteht gegenüber der sogenannten “Natur des Menschen” – dies ist eine der zentralen Fragen von The Diamond Age. Dabei schafft Neal Stephenson mit eingestreuten Geschichten aus der Fibel, die durch Nell gesteuert wird, nebenbei noch einen Rückblick auf Technikgeschichte…

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Rezensionen

Drei völlig unterschiedliche Bücher

Wir freuen uns immer sehr, wenn wir uns kein Thema vorgeben und völlig ohne Absprache mit Büchern unserer Wahl in’s Studio B kommen um trotzdem überraschende Gemeinsamkeiten zu finden.

Aber in dieser Sendung mussten wir erkennen, daß selbst mit größter Kraftanstrengung kein wirklich eleganter Bogen zu spannen ist zwischen dem von Anne Findeisen vorgestellten Roman „Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick, einem klassischen Künstlerroman, Irmgard Lumpinis Buch von J. D. Vance „Hillbilly Elegy„, einer autobiographischen Reportage aus dem, was man seit letztem Jahr wohl als „Trumpland“ bezeichnet und  derm von Herrn Falschgold rezensierten “ CIA: Die ganze Geschichte“ von Tim Weiner, einer.. ähm.. Geschichte der CIA, ganz ohne verschwörungstheoretischer Aufgeblasenheit.

Und so verlief dann auch die Diskussion in sehr zivilem Rahmen. Man glaubt es kaum.

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CIA: Die ganze Geschichte Rezensionen Tim Weiner

Kalte Krieger

„..Womit man in die Zwickmühle gerät, dem amtierenden Präsidenten der USA, sonst nicht das Zentrum meiner Empathie, irgendwie kind of mitfühlen zu können, wenn er von den Agenten in Langley nicht all zu viel hält. Aber er ist nicht der erste, der das so sieht und er wird nicht der letzte sein, der sich an einem Geheimdienst nicht die Finger verbrennen will. Denn ein Geheimdienst weiß immer mehr von Dir als Du glaubst, das ist nicht nur sein Job sondern auch seine Existenzversicherung…“

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Hillbilly Elegy J. D. Vance Rezensionen

Abgehängte

„..Ein weiteres Problem ist nach J. D. Vance Schlussfolgerungen die Einstellung zur Arbeit. War in den vergangenen Jahrzehnten bei harter Arbeit ein gewisser Wohlstand möglich, sind diese Jobs nun verschwunden. Gleichzeitig wird der Wohlfahrtsstaat bzw. die staatliche Stütze als bequemes Mittel zur Eigensicherung angesehen, harte Jobs will aber niemand mehr übernehmen. Dafür führt er zahlreiche Beispiele an: einen Freund, der seine Arbeit kündigte, weil er nicht mehr zeitig aufstehen wollte, dann aber auf Facebook Obama verantwortlich macht..“

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Diskussion

Let’s Talk about.. drei völlig unterschiedliche Bücher

Über drei völlig unterschiedliche Bücher zu diskutieren hat den Vorteil, daß man kein einzelnes Thema hat über welches man sich die Buchrücken über den Scheitel ziehen kann (dreimal „über“ in einem Satz ist Kunst). Stattdessen kann jeder zu seinem Buch noch ein paar Sachen loswerden, die nicht in die Rezension gepasst haben. Aber das nächste mal gibt’s wieder Horbeln. Versprochen.

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Klaus Modick Konzert ohne Dichter Rezensionen

Künstler

Das Bild findet Ihr hier..

„..Der Protagonist Heinrich Vogeler ist der Inszenierungen überdrüssig. So wie es von ihm erwartet wird, schlüpft er regelmäßig in sein Biedermeierkostüm, schlägt den Hemdkragen hoch und bindet sich das Halstuch. Eine Maskerade in der er sich zunächst noch gefällt, die ihm aber, wie sein großes Kunstwerk auch, bald lästig wird. Er erkennt, dass weder sein Werk noch seine Selbstinszenierung etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben, sondern Ablenkung von eben dieser sind…“